So stellen Sie Ihren Hund auf Barf um!

So stellen Sie Ihren Hund auf Barf um!

Veröffentlicht am: 09.07.2019 - Kategorie : Hunde

Trägt man den Gedanken in sich, die Ernährung des Hundes auf Barf umzustellen, stellt man sich der Problematik gegenübergestellt, das man sich nicht im klaren ist, wie man die Umstellung angehen soll. Da es keine klaren Ansagen zu diesem Thema gibt, steht vor allem Anfängern die Überforderung ins Gesicht geschrieben. Wie geh ich vor? Wo soll ich anfangen? Dieses Thema ist so umfangreich, um alles in einem Blogbeitrag zu behandeln, aber fangen wir mit den wichtigsten Punkten an

Informieren Sie sich richtig!

Planlos auf Barfernährung umzustellen ist sinnlos und kann für den Hund sogar gefährlich werden. Daher ist der wichtigste Schritt, sich vor Beginn der Umstellung ausführlich und angemessen über dieses Thema zu informieren. Welche informationellen sie nutzen liegt ganz daran, welcher Typ Mensch sie sind. Erarbeiten Sie sich diese Thematik lieber selber oder möchten Sie die Informationen individuell zusammengestellt bekommen. Im zweiten Fall empfehle ich einen zertifizierten Berater zum Thema Barf aufzusuchen, der individuelle informationellen zusammenstellt. Solch eine Beratung ist sehr zeitaufwendig und somit auch sehr kostspielig.

Für alle, die sich selbst informieren wollen, gibt es zahlreiche Bücher und Informationen im Internet. Zudem gibt es die Möglichkeit, Webinare oder Seminare zu besuchen. Empfehlenswert ist es, sich strukturiert in die Materie einzuarbeiten. Ratsam ist es sich als erstmal mit dem Aufbau einer Barf-Ration auseinander zusetzen, da nicht alles rohes Fleisch mit Barfernährung gleichzusetzen ist. Ist haben Sie sich mit dieser Thematik vertraut gemacht, ist es an der Zeit, sich mit den Komponenten und Zusätzen auseinander zu setzen, damit man weiß, was man warum füttern soll.

Abschließend sollten Sie sich Gedanken machen, wie man sein Tier umstellt und einen Futterplan erstellt. Beginnen Sie lieber bei der Basis, statt sich mit schwierigen Sachverhalten wie Barfwerten oder Fettsäuren Zusammensetzungen selber zu überfordern.

Vermeiden Sie Verwirrung

Da es viele Informationen und Meinungen zum Thema Barf gibt, scheint der Einstieg in der Ernährung schwieriger, als er eigentlich ist. Kritiker verbreiten zudem Horrorgeschichten über Barf, die schlichtweg falsch sind. Schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein und lassen Sie sich nicht verwirren.

Beim Barfen geht es darum, das Tier möglichst naturbelassen zu ernähren. Lassen Sie sich daher auf keinen Fall von Empfehlungen wie, der Großteil der Ernährung muss aus gekochtem Gemüse bestehen oder man soll ein synthetisches Pulver dem hinzugeben blenden. Fragen Sie sich immer, ob diese Empfehlungen Sinn ergeben.

Erstellen Sie einen Futterplan

Jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, wo Sie sich einen Futterplan erstellen oder erstellen lassen. In guten Büchern zu diesem Thema, wird Ihnen anschaulich beschrieben, wie Sie vorgehen sollten. Bedenken Sie hierbei aber, das Sie Ihren Hund füttern wollen und keine Wissenschaft aufstellen wollen. Es ist nicht notwendig, Barfwerte zu berechnen und zu ermitteln, wie Sie diese erreichen können.

Die Nachahmung wichtiger Bestandteile von Beutetieren ist die Idee, hinter dem Konzept. Da ein Beutetier z. B. zu 50 % aus Muskelfleisch besteht, wird die Aufteilung der Ration Prozentual vorgenommen. Um einen Barf-Plan zu erstellen, gibt es viele Möglichkeiten. Bei einem Wochenplan z. B. werden bestimmte Komponenten in unterschiedlichen Mengen auf die Woche verteilt. So gibt es an einem Tag Fleisch und Pansen und Obst, am nächsten Tag dafür mit Leber und Gemüse

Bei der zweiten Möglichkeit werden für mehrere Wochen alle Zutaten vermischt in einzelne Portionen abgefüllt, die nach Bedarf verfüttert werden können. Diese Möglichkeit nennt sich Komplettfutter. Jedem bleibt natürlich selbst überlassen, welche der beiden Methoden er nutzen möchte, wichtig ist nur, dass alle Zusätze richtig dosiert werden.


So ähnlich kann Ihr Barfplan aussehen

Steigen Sie mit fertig Barf ein

Sie möchten gerne Barfen, scheuen sich aber vor dem hohen Aufwand der Futterplan Erstellung, oder haben Angst bei der Portionierung einen Fehler zu machen? Hierfür gibt es verschiedene Zusammenstellungen von Barf-Menüs, die es in unterschiedlichen Qualitätsstufen zu erwerben gibt. Die Variationen reichen hier von Basisrationen bis hin, zu Fertigmischungen. Bei Fertigmenüs besteht die Herausforderung darin, auf dem riesigen Markt eines zu finden, welches dem Barf-Konzept entspricht. Denn wo Barf darauf steht, ist leider nicht immer Barf drin. Fertigbarf ist dennoch eine gute Alternative, wenn Sie als Anfänger mit dem Barfen beginnen wollen.

Finden Sie den richtigen Fleischlieferanten

Ein Faktor, der genauso wichtig ist besteht darin, den passenden Lieferanten für Fleisch und Innereien zu finden. Das Beschaffen aller Zutaten beim Fleischer oder im Supermarkt ist keine ratsame Lösung. Einerseits sind die Fleischpreise im Supermarkt höher als beim Lieferanten, andererseits ist das Fleisch im Supermarkt zum menschlichen Verzehr gedacht und dementsprechend nicht für Hunde geeignet sind. Zudem bekommt man im Supermarkt oder beim Fleischer keinen grünen Pansen oder Milz

In diesem Fall spielen auch ethische Gründe eine gravierende Rolle. Denn jedes gekaufte Stück Fleisch erhöht die Nachfrage, wodurch mehr Tiere geschlachtet werden müssen und Massentierhaltung gefördert wird. Da es Hunden egal ist, ob Fleisch zäh ist, kann man sie sehr gut mit dem

Fleisch

füttern, was als Schlachtabfälle anfällt. Aus diesem Grund sollten Sie sich ein Anbieter suchen, der Ihnen die Versorgung garantiert.

Für diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten wie Barf-Shops, Online-Shops oder direkter Verkauf von Schlachtabfällen von Schlachtern und Bauern. Für alle Möglichkeiten gibt’s ein pro und contra. So bekommt man z. B das Fleisch im Internet günstiger, bekommt dafür in der Regel keine Beratung, welche auch nicht jeder braucht. Alles in allem sollten Sie beim Kauf der Zutaten auf die Qualität achten, da Fleisch nicht gleich Fleisch ist.

Das Zubehör benötigen Sie

Um zu Barfen benötigen Sie nicht viel an Zubehör. Ein ganz normaler Futternapf und einfaches Küchenzubehör wie Scheide Brett, Pürierstab/Mixer, Frischhaltedosen und ein Gefrierschrank reichen aus, um Barf zuzubereiten. Für den Anfang rate ich Ihnen, eine Küchen und eine Feinwaage, bis Sie ein Gefühl für die Mengen entwickelt haben.

Da sich die meisten Utensilien sicherlich in Ihrer Küche befinden, fallen hier keine extra Anschaffungen an. Kühltruhen machen hier eine große Ausnahme. Viele die ihren Hunden Barf servieren, schaffen sich eine extra Truhe nur für Barf an, da der Platz sonst knapp werden könnte

Nun beginnen Sie die Umstellung

Haben Sie alle Information, Zutaten zusammen, beginnen wir damit, den Hund auf Barf umzustellen. Der Prozess der Umstellung kann je nachdem, wie alt Ihr Hund ist oder was er bis dato zu fressen bekommen hat, mehrere Wochen dauern. Hierbei sollten Sie Geduld mitbringen und im Hinterkopf haben das es sein kann, das Sie Ihren Hund erst auf gekochtes Futter umstellen müssen, bevor Sie mit Barf beginnen. Da nicht jeder Hund rohes Fleisch verträgt, sollte die Umstellung von Hunden in Hinsicht der Knochen- und Fettfütterung vorsichtig erfolgen. Aus diesem Grund ist es ratsam, Fertigbarf nicht ohne Umstellungsphase zu füttern.

Jetzt müssen Sie nur noch Durchhalten

Anfangs sieht das Barfen vor allem für Anfänger alles andere als einfach aus. Kompliziert und verwirrend scheint die Umstellung der Ernährung zu sein. Das Gefühl, dass es zu viel zu beachten gibt und das man die Fülle der Informationen nicht zu schaffen ist. Aber Kopf hoch! Nach einiger Zeit werden Sie merken, dass Barfen nichts anderes ist als Hunde zu füttern und Sie werden sich fragen, warum dies anfangs so kompliziert erschien. Nur Mut, mit ein bisschen Routine läuft die Fütterung bald von selbst, Versprochen!

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