Die Ernährung von Katzen ist umfangreicher als man denkt

Die Ernährung von Katzen ist umfangreicher als man denkt

Veröffentlicht am: 23.06.2019 - Kategorie : Katzen

Katzen sind als Haustiere sehr beliebte Tiere. Das liegt daran, weil sie vergleichsweise einfach zu pflegen sind. In manchen Punkten haben sie dann aber doch ihre Ansprüche, zum Beispiel beim Essen. Jede Katze reagiert anders auf dieses Thema, sodass manche beispielsweise volle Schüsseln stehen lassen. Diesen Anspruch sollte man zumindest berücksichtigen, schließlich möchte man das Tier in einer gewissen Art und Weise verwöhnen. Doch was ist eigentlich wichtig bei der Katzenernährung und sollte die Fütterung immer zum gleichen Zeitpunkt erfolgen?

Die allgemein empfohlenen Inhaltsstoffe

Eine einheitliche Rezeptur für alle Katzen gibt es nicht. Stattdessen kommt es unter anderem auf das Alter, auf chronische Krankheiten und darauf an, ob das Tier mehr im Freien oder Drinnen ist. Allgemein kann man jedoch sagen, dass in der Ernährung einer Katze rund 35 Prozent Eiweiß, 10 bis 20 Prozent Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sein sollten.

Frisches, nasses oder trockenes Katzenfutter?

Bei diesem Punkt gibt es kein richtig oder falsch. Es kommt nämlich in erster Linie darauf an, welche Vorlieben das Tier hat und welche Art der Nahrung nach der Muttermilch erfolgte. Man muss sich auch nicht auf ein Futter spezialisieren, sondern kann abwechselnd arbeiten. Jede Form hat dabei ihre Besonderheiten.

Die frische Nahrung ist am aufwendigsten, dafür aber auch am Besten. Man kann nämlich selbst bestimmen, welches rohe Fleisch, welches Gemüse und welche Vitamine und Stoffe rein sollen. Auch das Reagieren auf eventuelle Veränderungen stellt überhaupt kein Problem dar. Stimmt die Zusammensetzung, dann ist eine Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen für Vierbeiner garantiert

Nassfutter ist eine sehr bequeme Form der Fütterung, denn die Mahlzeiten (zum Beispiel mit Fleisch, Fisch oder Gemüse) sind bereits fertig in vakuumierten Schalten und Dosen verpackt. Man muss den Inhalt also einfach nur in die Schüssel geben und fertig.

Trockenfutter ist einfach zu transportieren, leicht zu portionieren und hält sich sehr lange. Es bietet viele Vorteile und es gibt verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Manche eignen sich besonders für eine Diät, andere wiederum sind bei einer Niereninsuffizienz optimal. Die gepressten Pellets liefern somit ebenfalls alle wichtigen Nährstoffe, sofern die Sorte stimmt.

Trinken nicht vergessen

In der freien Wildbahn stillen Katzen ihr Verlangen nach Flüssigkeit vor allem über die Nahrung. Zu Hause funktioniert das jedoch nur beschränkt, sodass stets ausreichend frisches Wasser in Reichweite sein sollte. Besonders wichtig ist dieser Aspekt beim Trockenfutter, es hat von allen Formen den geringsten Anteil an Wasser. Man kann auch hier Abwechslung reinbringen und auch mal eine Katzenmilch anbieten.

trinken nicht vergessen

Die Bedürfnisse können sich ändern

Junge Kätzchen brauchen vor allem einen hohen Anteil an Proteinen. Durch das Spielen, Toben und Entdecken wird viel Energie verbraucht, die so wieder gewonnen wird. Für die Muskeln und Knochen sind hingegen Magnesium, Calcium und Phosphor wichtig.

Kommt es zu Problemen mit der Haut oder dem Fell, dann kann auch hier das Futter dafür verantwortlich sein. Genauer gesagt gibt es Bestandteile, die manche Katzen schlecht vertragen oder allergisch darauf sind. Ganz oben sind tierische Eiweiße und einige Getreidearten zu finden. Um den sensiblen Ansprüchen gerecht zu werden, sollte man zu einem hypoallergenen oder zu einem getreidefreien Katzenfutter greifen.

Ein Thema sind auch chronische Krankheiten, wobei damit in erster Linie Nierenerkrankungen gemeint sind. Jedes dritte Tier ist davon betroffen, wenn es ein Mindestalter von 10 Jahren erreicht. Um das Wohlbefinden für den Vierbeiner in so einer Situation zu steigern, sollten in der Rezeptur wenig Mineralstoffe, wenig Phosphor und wenig Eiweiß enthalten sein.

Die richtige Futtermenge finden

Bekommt eine Katze zu viel, dann wird sie zu dick. Ist es zu wenig, dann können Mangelerscheinungen die Folge sein. Richtig macht man es, wenn die Verpackung hergenommen wird, da sich auf jedem hochwertigen Futter eine Empfehlung seitens des Herstellers befindet. Blind darauf vertrauen ist aber auch nicht optimal, denn die Umstände sind ein weiterer Faktor. Bewegt sich ein Tier viel, dann wird auch mehr Energie benötigt. Handelt es sich hingegen um einen Stubentiger der zwischendurch Snacks bekommt, dann ist die Menge entsprechend zu reduzieren. Die richtige Balance wird man so oder so erst im Laufe der Zeit finden.

Immer zur gleichen Zeit füttern?

Katzen sind Gewohnheitstiere. Aus diesem Grund ist es tatsächlich ratsam, wenn bei der Ernährung eine gewisse Routine eingehalten wird. Es muss natürlich nicht jeden Tag auf die Minute genau sein, doch ein Zeitrahmen ist zu empfehlen. Zum Beispiel jeden Morgen in der Früh zwischen 8:15 Uhr und 8:45 Uhr. Experten sagen auch, dass die Vierbeiner im Erwachsenenalter dreimal am Tag gefüttert werden sollten. Geht sich das aufgrund von persönlichen oder beruflichen Gründen nicht aus, dann reicht auch zweimal aus.

Tipp: Nach dem Essen sollte im Napf kein Futter mehr liegen. Nicht, weil man seinem vierbeinigen Liebling seine Nahrung wegnehmen möchte, sondern, weil es zu Unregelmäßigkeiten beim Essensablauf kommen kann. Frisches und nasses Futter kann außerdem schnell verderben (vor allem bei Zimmertemperatur) und zu Verdauungsproblemen führen.

Im Fachgeschäft oder online einkaufen

Supermärkte haben natürlich auch Katzenfutter im Sortiment, allerdings ist die Auswahl nicht ganz so groß. Die Chancen sind also überschaubar, dass man tatsächlich ein qualitatives und passendes Produkt erwischt. Im Fachhandel beziehungsweise im Internet sieht es schon anders aus, hier findet man in der Regel immer die gewünschte Sorte. In der virtuellen Welt hat man zusätzlich noch die Chance auf Rabatte und Aktionen, sodass dies die erste Anlaufstelle sein sollte.

Zum Schluss noch zwei Tipps

Wenn man selbst gerade isst, dann ist es verlockend, wenn der Vierbeiner etwas von den Essensresten abbekommt. In Wirklichkeit ist das aber keine gute Idee, denn die Speisen sind meist viel zu stark gewürzt und können Verdauungsprobleme auslösen. Bei rohen Schweinefleisch, Rosinen, Zwiebeln und Schokolade ist es sogar noch schlimmer, hier steht die Gesundheit des Tieres auf dem Spiel.

Die Verpackung sollte immer die genaue Zusammensetzung aufgelistet haben. Ist diese ungenau oder fehlt komplett, dann könnten unter Umständen minderwertige Inhaltsstoffe verarbeitet worden sein. Dazu zählen tierische Nebenerzeugnisse (beispielsweise Fell oder Federn) und Schlachtabfälle. So ein Futter wäre zwar nicht tödlich oder stark gesundheitsgefährdend, allerdings ist es schlecht verdaulich und besitzt nicht viele Nährstoffe. Beides möchte man seinem Vierbeiner nicht antun, sodass man um solche Produkte einen Bogen machen sollte. Nur bei einer detailliert vorhandenen Auflistung kann man bedenkenlos zugreifen.

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